Burgen und Schifffahrt - Projektwoche 2002 in der Haupt- und Realschule Oberwesel
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Burgen - Wissenwertes

Wozu dienten Burgen ?

Burgen dienten den Gebietsherren häufig um die Zölle einzutreiben. Natürlich sicherten sie auch das Herrschaftsgebiet gegen die oft, nicht besonders friedlichen Nachbarn. Sie wurden nicht nur aus strategischen Gründen an besonders auffälligen Orten errichtet, sondern auch durch hellen Verputz und mächtige Türme als Herrschaftszeichen ihrer Besitzer zusätzlich hervorgehoben.


Wie wurden Burgen gebaut ?

In der Regel wurde für den Bau der Burgen Material (Steine, Holz und Lehm) aus der näheren Umgebung verwendet. Die Burgen wurden oft auf die Bergrücken gebaut, damit sie auf natürliche Weise gegen Angriffe schützt waren. Sie waren durch eine Mantelmauer umgeben. Diese wurde zur möglichen Angriffseite hin, als Schildmauer mit Türmen verstärkt. Die meisten Burgen hatten einen Bergfried, als letzten Zufluchtsort nach einer Eroberung. Der Wohnbau (Palas) war oft schön geschmückt gestaltet.


Wer lebte in einer Burg ?

In den Burgen lebten die Burgherren selbst oder bei größeren Herrschaftsgebieten ihre Verwalter (Reichsministeriale, Amtmänner, Burgvögte). Natürlich lebten diese dort mit ihrer gesamten Familie und der eigentlichen Besatzung zur Verteidigung. Auf so genannten Ganerbenburgen (z.B. die Schönburg bei Oberwesel) lebten mehrere Zweige einer Familie in verschiedenen Bereichen der Burg.


Allgemeines

Zwischen Bingen und Koblenz gibt es 40 Burgen, Schlösser und Festungen. In der Barockzeit (etwa ab 16. Jahrhundert) waren durch die Erfindung weitreichender Kanonen zusätzliche Befestigungsanlagen notwendig. Diese waren der eigentlichen Burg weitvorgelagert, um den anrückenden Feind nicht zunahe herankommen zulassen. Einige Burgen wurden zu einer richtigen Festung ausgebaut (z.B. Ehrenbreitstein, Rheinfels, Katz). Als das 19. Jahrhundert begann, standen durch die kriegerischen Ereignisse am Rhein fast nur noch Ruinen. Viele Ruinen wurden aus touristischen Gründen wieder aufgebaut. Es entstand dadurch so etwas wie eine typische mittelrheinische Burgenart, die es im Mittelalter so nie gab.


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