Der Rhein (lat. Rhenus, frz. Rhin, ndl. Rijn) ist der größte deutsche Fluss und die meistbefahrene Wasserstraße in . Von seiner Quelle am St. Gotthard in den bis zur Mündung in die Nordsee misst er km. Er durchfließt den Bodensee, den er bei Konstanz bzw. Stein am Rhein wieder verlässt. Er überwindet mehrere Stromschnellen, von denen die bei (21 m) am bekanntesten ist.
Von Basel bis durchfließt er in nördlicher Richtung die oberrheinische Tiefebene, die wegen ihrer geschützten Lage das wärmste Deutschlands hat. Er stößt an den Rheingau und fließt nun westlich bis , wo er einen Durchgang findet ("Binger Loch"). Erst durch Flussregulierungen im 19. Jahrhundert am Oberrhein wurde der Rhein zur Großschifffahrtsstraße, zwischen Basel und dem französischen benutzt die Schiffahrt den Rheinseitenkanal. Weitere wichtige Hafenstädte am Oberrhein sind Karlsruhe, und Mannheim.
In beginnt der Mittelrhein, der bis Bonn reicht. Hier hat sich der Rhein ein stellenweises sehr enges Durchbruchstal geschaffen, das sich erst ab bzw. Andernach wieder weitet. Hier am "" Mittelrhein mit seinen Rebhängen und Burgen gibt es (fast) keine Industrie, doch gehört diese Strecke zu den verkehrsreichsten in Deutschland (auch auf der Straße und Schiene rechts und links des Flusses) und wird jährlich von vielen aus allen Ländern besucht. Die Rheinstrecke zwischen Bingen und St. Goar heißt "Gebirgsstrecke" und ist bis heute für die Schiffahrt nicht ungefährlich. Früher steuerten erfahrene die Schiffe durch das Fahrwasser, das durch die Schieferklippen und Felsen oft nur eine enge Fahrrinne darstellt. Heute zeigen Wahrschauer-Stationen den "Gegenverkehr" an, auch nachts kann durch den Einsatz von zum Teil gefahren werden.
Im Tiefland fließt der Niederrhein durch das Nordrhein-Westfälische Industriegebiet
() und überschreitet die Landesgrenze in die . Er verzweigt sich und fließt in einem ausgeprägten in die Nordsee.
Wirtschaft und Verkehr:
Der einstige Fischreichtum das Rheins (Salme und ) ist weithin der Wasserverschmutzung zum Opfer gefallen. Schifffahrt und Energiegewinnung stellen heute den wirtschaftlichen Nutzen dar. Am Oberrhein befinden sich 11 Staustufen mit , die jährlich 4 Milliarden KW Strom erzeugen. Noch viel bedeutender aber ist der Rhein als Schifffahrtsstraße. Allerdings musste der Rhein erst ausgebaut, reguliert, vertieft und verbreitert werden, je nach Landschaftsform und Stromverlauf. Solche Stromarbeiten werden auch heute immer wieder durchgeführt. Transportiert werden vor allem (Kohle, Erze, Holz, Steine, Öl, Benzin) und (Maschinen, Fahrzeuge, Chemikalien, Roheisen und Stahl). Von den Nebenflüssen sind der Neckar, der Main und die Mosel kanalisiert, sodass Handel und Transport auch in West-Ost-Richtung möglich ist.
Geschichte:
Die Schiffahrt auf dem Rhein hat eine 2000jährige Tradition. Als Handelastraße wurde der Rhein bereits von den genutzt. Caesar schlug nördlich von Koblenz bereits 55 v.Chr. eine über den Strom. Außerdem bildete der Fluss eine Grenze gegen das freie Germanien. Aus den römischen Militärstützpunkten wurden Handelsplätze.
So entstanden die Städte Bonn, Köln, Koblenz und Straßburg sowie Mainz, um nur die größten zu nennen. Denn auch Bingen, Oberwesel oder Boppard zum Beispiel sind römischen Ursprungs. Im ergaben sich durch die Einführung von Zöllen erhebliche Verkehrsbehinderungen. Im 14. Jahrhundert gab es am Rhein Zollstationen, noch 1648 waren es 18. Die bekanntesten Zollstationen sind die und der . Auch die haben der Entwicklung der Rheinschifffahrt sehr geschadet. Heute sind von den meisten Burgen und Schlössern nur noch zu sehen. Durch einen Vertrag ist der Rhein heute eine internationale Wasserstraße, allen Nutzern entstehen keinerlei Kosten oder Gebühren.